MeiaPopeia
   
19Jul/10

Durch dick und dünn

Von den körperlichen Begleitumständen einer Schwangerschaft habe ich verhältnismäßig wenig Ahnung.

So geht es mir auch mit dem, was danach kommt. Beispielsweise der Begriff der Rückbildungsgymnastik. Ich habe mal davon gehört, und alles in allem geht es hierbei wohl darum, den durch die Schwangerschaft doch sehr gebeutelten Frauenkörper wieder in Form zu bringen.
Sicher, das ist nicht mal Halbwissen, und ich bitte alle Hebammen dieser Welt (oder zumindest jene, die dies hier jemals lesen), mir diese minimalistische Beschreibung nicht übel zu nehmen oder als Geringschätzung des Prozederes auszulegen.

Im Gegenteil: um meinem großen Respekt dem Geburtshelferberuf gegenüber Ausdruck zu verleihen, möchte ich hier eine äußerst hinterlistige Machenschaft aufdecken. Es gibt nämlich ganz offensichtlich eine heimtückische Hebammen-Kollegin, ein schwarzes Schaf der Zunft sozusagen, die die ganze großartige Arbeit der redlichen Berufskollegen mit einem Schlag zunichte zu machen gedenkt:

Rückbildung

Achtung, Falle!

Am liebsten würde ich ausschließen, dass jemals eine Frau hierauf reingefallen ist. Vielleicht hat es aber auch schon Opfer gegeben.

Der Gedanke, dem kriminellen Treiben mit diesem Artikel evtl. künftig Einhalt gebieten zu können, erfüllt mich mit größter Zufriedenheit.

24Mai/10

Nachbarschaft kann witzig sein

Gestern. Unterwegs in der großen, aus aktuellem Anlass lautstark trommeluntermalten und kunterbunten Stadt.

Neben dem spektakulösen Karnevalsgetöse auf den Hauptstraßen Kreuzbergs gab es in der Hofeinfahrt zur Höhle meines lieben Kumpels Goldmann ein feines Stillleben zu entdecken, welches zeigt, dass man Unmutsbekundungen prima mit Humor dekorieren kann.

Detailfrage

Detailfrage

Über die Wirkung der Nachfrage darf spekuliert werden.
Ich persönlich vermute, dass der Kühlschrank des Anstoßes noch einige Wochen oder Monate an Ort und Stelle verbleiben und vielleicht sogar irgendwann hinter einer ausrangierten Couchgarnitur oder Schrankwand verschwunden sein wird.

3Mai/10

Gutes tun!

Hilfsbereitschaft? Ohne mich.

Ist natürlich Unfug, aber macht sich prima als Reißer in der ersten Zeile.

Und wie komme ich darauf? Nun, ich hielt mich bisher ganz einfach nicht für überdurchschnittlich hilfsbereit. Okay, mir selber helfe ich hin und wieder schon ganz gern, aber das zählt wahrscheinlich kaum. Bisweilen wird meine Hilfe aber auch meinen Mitmenschen zuteil.

Das berühmte Motto mit der einen guten Tat an jedem Tag halte ich nämlich grundsätzlich für erstrebenswert.
Ist dann aber eben immer die Frage, ab wann eine Tat nun als gut gelten darf. Setzt man die Messlatte niedrig an, dann könnte diese gute Tat schon mit dem simplen Sitzplatzanbieten in öffentlichen Verkehrsmitteln abgegolten sein. Oder mit dem Aufhalten einer schweren Schwingtür. Nimmt man's aber genauer, dann ist sowas wohl eher als Höflichkeit zu bewerten.

Und dann wird's ja auch schon langsam eng mit den Gelegenheiten.
Allein jahreszeitbedingt knallt schließlich nicht täglich irgendein Mütterchen bei Blitzeis der Länge nach aufs Trottoir, und auch eher selten entläuft Nachbars Schildkröte.
Schwuppdiwupp ist dann so ein Tag rum, und dann steht man da mit leeren Händen, also ohne vollbrachter guter Tat und mit schlechtem Gewissen. Das könnte einen zermürben, man könnte daran zerbrechen.

Bierhilfe

Immer gern!

Als ich dann unlängst dies Schildchen entdeckte, war schlagartig alles wieder gut.

Ich glaube inzwischen sogar, dass ich ein sehr stark ausgeprägtes Helfersyndrom habe.

26Apr/10

Gefangen in der Einsamkeit

Der Vorschriftenwahn. Er ist allgegenwärtig.

Privatschild

Besuchsverbot?

Oft begegnet er einem scheinbar harmlos, und man nimmt ihn zunächst gar nicht als den Irrsinn wahr, der er ist. Doch dann stellt sich heraus, dass der Teufel im Detail steckt.
Das hier abgebildete Schild zum Beispiel steht in meiner Nachbarschaft, am Eingangstor einer Wohnsiedlung im vermeintlich beschaulichen Randberlin.

Es wirkt auf den ersten Blick in seiner Aufmachung zwar resolut, doch bleibt einem die Brutalität seiner Aussage beim Vorübergehen lange Zeit verborgen. Bis man mal darüber nachdenkt.

Seit kurzem sträuben sich mir jedenfalls die Resthaare, wenn ich mir die Konsequenzen des Schildes bewusst mache...