Das Stoppelorakel

Das war ein magischer Moment.

Das allwöchentliche Resthaarschneiden war angesagt. Und da stehe ich dann immer so vorm Spiegel, mit der brummenden Schermaschine in der Hand und denke an die Zeiten, in denen ich noch imstande war, mir eine richtige Frisur zu basteln, statt die Restzotteln einfach nur wegzuraspeln. Der lichte Haarwuchs lässt mir seit einigen Jahren aber keine andere vertretbare Möglichkeit mehr, als Woche für Woche einen radikalen Kahlschlag durchzuführen.

Grundsätzlich habe ich mich -allen sentimentalen Rückblicken zum Trotz- daran gewöhnt. Und mir wurde zudem von verschiedenen Seiten bescheinigt, dass mir der gehobelte Schädel irgendwie ja auch recht gut zu Gesicht stünde. Dennoch sind da vor jeder einzelnen Raspelei Überlegungen im Gange, die ausgedünnte Stelle am Hinterkopf vielleicht doch mal zu ignorieren, die noch wachstumswilligen Areale ihrer Natur zu überlassen und abzuwarten, was schließlich daraus wird.
Am Ende siegt dann aber doch immer die Haarschneidemaschine.

Heute hat mir das Schicksal auf ganz besondere Art und Weise zu verstehen gegeben, dass ich mit dem Kahlschlag vielleicht wirklich gar nicht so verkehrt liege. Noch während der Schädelrasur erschien mir ein eindeutiges Urteil im Waschbecken. Ich habe ihm Glauben geschenkt.

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Klare Ansage!

4 Kommentare

  1. Meinste, die Maschine allein ist dafür verantwortlich? Das wär mir irgendwie zu einfach.

    Vielmehr möchte ich unbedingt gern an eine höhere Macht glauben, die da meinte, mir eine Nachricht zukommen lassen zu wollen. Mach mir das doch nich kaputt! :)

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