Jereimnis: Nikolaus

Der Nikolaus, der Nikolaus,
der war heut Nacht bei mir zu Haus.
Und ich war nicht zugegen.

Beziehungsweise schlief ich fein,
da muss er angekommen sein-
im nieselnassen Regen.

Die Schuhe hatt’ ich nicht geputzt,
und doch hat er die Chance genutzt,
mir etwas reinzulegen.

Weil ich ein feiner Kerl bin zwar,
jedoch nicht immer artig war,
macht mich das fast verlegen.

Da war Herr Niklaus wohl verwirrt
und hat sich in der Tür geirrt;
zu alt wohl schon sein Bregen.

So sieht sein Streifzug nicht sehr fair aus,
ein braver Nachbar ging wohl leer aus.
Von mir aus. Meinetwegen!

Ein Schlagsalsschick

Kaum möcht’ der Frühling durch sich setzen,
gelingt es Jobst, sich verzuletzen.
Gebrochen sind die Beine.

Auf muss er nun die Pläne schieben,
sich im April noch verzulieben.
Denn Schwestern mag er keine.

Doch ist’s voraus nicht stets zu sehen,
wie ab die Dinge manchmal gehen.
Vielleicht trifft er die eine!?

Hat ein der Blitz erstmal geschlagen,
muss hinter Jobst kein Schicksal fragen.
Das ist ja grad’ das Feine.

Prosit!

Es schickt das Jahr 2010
sich an, für immer zu vergehen.
Wir feiern abends heiter.

Man kann es wenden und auch drehen,
das Jahr war nicht besonders schön.
Doch schließlich sind wir Fighter.

2010 bleibt einfach stehen,
wir schrei’n „Auf Nimmerwiedersehen!“
und gehen lächelnd weiter.

Im neuen Jahr wird’s besser gehen,
wir müssen’s positiv angehen.
Schon lebt’s sich viel befreiter.

Ich wünsch ’nen guten Rutsch nach morgen,
es mögen Kummer, Gram und Sorgen
verbleiben hier im alten Jahr.
2011 wird wunderbar!

Jereimnis: Möwe

Es fliegt eine Möwe spazieren am Meer,
sie ist aus der Puste, die Flügel sind schwer.
Da kommt ein phantastischer Aufwind daher
und sie entspannt. Das gefällt ihr sehr.

Und so schließt sie die Augen, lässt sich treiben vom Wind,
und schwebt ohne ihr Zutun über’s Meer, und zwar blind.
Man kann alles verlieren, wenn man glaubt, man gewinnt.
Und die Möwe verliert. Weil dort Windräder sind.