Das Apfelmus-Desaster
Etwas Neues aus der -leider (wie das gesamte Blog) ziemlich vernachlässigten- Reihe
Missta Geschick
Zwischenzeitlich sind mir so einige Tollpatschitäten passiert, die ich evtl. beizeiten noch schildern werde. Diese hier ist allerdings noch handwarm.
Heute: Die Kunst des Packens
Im Nachgang meines möbelösen Umzugs gibt es derzeit noch allerlei Kleinkram von Bude A nach Bude B zu transportieren.
Heute kam mir in den Sinn, den Einkaufsbuggy mit den verschiedensten Dingen zu befüllen, um ihn dann per Bus und U-Bahn ins neue Heim zu kutschieren. Darunter waren dann so Dinge wie ein Spanngurt fürs Fahrrad, das Netbook, eine weitere Stromsteckerleiste, ein Kücheneckregal aus Metall, eine Jacke und aber auch ein Glas Apfelmus. Letzteres wickelte ich -vorsichtig, wie es so meine Natur ist- in besagte Jacke und stellte dann ganz obenauf das Eckregal. Alles wirkte gut verstaut, und so machte ich mich auf den Heimweg.
Zwischendurch war ich noch etwas einkaufen und plante im Kopf meinen Restabend:
Auspellen, auspacken, duschen, kochen, essen, Fußballgucken.
Auspellen: lief.
Doch schon direkt danach, beim Auspacken nämlich, ging meine restliche Abendplanung zeitlich den Bach runter.
Was passiert war, dürfte klar sein: der erste Griff in den Einkaufsbuggy, der nach dem Regal, offenbarte noch keine Überraschung. Der zweite jedoch bewirkte ein Aha-Erlebnis dergestalt, dass ich beim Berühren der Jacke in etwas ziemlich Glibschiges fasste.
Nun, Programmpunkt Nummer 3 war dann das Herauspopeln der Glasscherben aus dem Apfelmusflatschen, Punkt vier aber tatsächlich das Duschen. Allerdings nicht mich, sondern die Jacke, den Spanngurt, die Notebooktasche und den kompletten Einkaufsbuggy.
Das Kochen folgt jetzt, danach das Essen. Hinterher das Duschen. Und Fußballguckerei ist abgeschminkt.
Mir an den Scherben die Finger aufzuschlitzen konnte ich vermeiden. Ich bin schon ein Glückskind!
Da bürste bekloppt!
Neue Serie:
Missta Geschick
Hier werden jetzt immer mal wieder die kleinen und größeren Missgeschicke des Autors niedergeschrieben.
Der Anlässe gibt es wahrhaft genug.
Heute: Don't think before you act
Nicht direkt nach dem Erwachen, sondern erst weit später, nämlich vor dem Aufbruch zum Einkaufen, wurden heute die Zähne geputzt. Während der Ausführung dieses durchaus reinigenden Rituals machte ich die Feststellung, dass das aktuell zur Verwendung kommende Werkzeug ja nun wahrlich seine besten Tage längst überschritten und den Ruhestand verdient hatte.
Nach dem Zähneputzen (folgenschwerer Fehler Nr. 1) erfuhr die Bürste also eine Mülleimerbestattung, und ich fügte meiner imaginären (folgenschwerer Fehler Nr. 2) Einkaufsliste eine Nachfolgerbürste hinzu.
Diese Bürste war es dann, die mir nicht etwa im Kaufmannsladen, sondern erst wieder am Abend zu Hause in den Sinn kam. Vergessen, das Teil. Und die andere war bereits beigesetzt ((Man erinnert sich? Die oben genannten folgenschwere Fehler!).
Weder ihr noch mir gefiel die Vorstellung einer Exhumierung, und war der Notfallstatus noch so eindeutig gegeben.
Bis zum Montag gar nicht Zähneputzen war auch keine Option, also spazierte ich des Abends nochmals zum Einzelhändler meines Vertrauens und erstand eine Bürste.
Diese werde ich einst erst dann in den Müll schmeißen, wenn ihre Nachfolgerin bereits vorhanden ist.
Man lernt ja nie aus.
Das Stoppelorakel
Das war ein magischer Moment.
Das allwöchentliche Resthaarschneiden war angesagt. Und da stehe ich dann immer so vorm Spiegel, mit der brummenden Schermaschine in der Hand und denke an die Zeiten, in denen ich noch imstande war, mir eine richtige Frisur zu basteln, statt die Restzotteln einfach nur wegzuraspeln. Der lichte Haarwuchs lässt mir seit einigen Jahren aber keine andere vertretbare Möglichkeit mehr, als Woche für Woche einen radikalen Kahlschlag durchzuführen.
Grundsätzlich habe ich mich -allen sentimentalen Rückblicken zum Trotz- daran gewöhnt. Und mir wurde zudem von verschiedenen Seiten bescheinigt, dass mir der gehobelte Schädel irgendwie ja auch recht gut zu Gesicht stünde. Dennoch sind da vor jeder einzelnen Raspelei Überlegungen im Gange, die ausgedünnte Stelle am Hinterkopf vielleicht doch mal zu ignorieren, die noch wachstumswilligen Areale ihrer Natur zu überlassen und abzuwarten, was schließlich daraus wird.
Am Ende siegt dann aber doch immer die Haarschneidemaschine.
Heute hat mir das Schicksal auf ganz besondere Art und Weise zu verstehen gegeben, dass ich mit dem Kahlschlag vielleicht wirklich gar nicht so verkehrt liege. Noch während der Schädelrasur erschien mir ein eindeutiges Urteil im Waschbecken. Ich habe ihm Glauben geschenkt.
Gereimnis: Scheiße
Vom Bahnhofsdach flutscht aus dem Taubenpo Kot,
am Bahnsteig darunter herrscht Rauchverbot.
So leidet der Süchtige ohnehin Not
und wird obendrein von Flugschiss bedroht.
Wissenschaftler haben kurze Beine
Eine kühne These? Finde ich gar nicht.
Denn es ist doch seltsam: Die ganze Woche lang freut man sich auf's Wochenende. Und dann isses immer im Nu wieder rum. Viel schneller, als zwei willkürlich gewählte Arbeitstage es je sein könnten.
Der Wissenschaftler in mir behauptet, dass dem keinesfalls so ist, und er kann das anhand ausführlicher Rechnungen auch total nachvollziehbar belegen. Ich glaube ihm trotzdem nicht. Der Tüp lügt!
Ist erstmal noch nur so'n Gefühl. Aber ich sammle fleißig Daten. Und irgendwann werde ich Beweis erbringen. Soll der feine Herr seine halbseidenen Fakten doch inzwischen ruhig weiter runterbeten.
So schnell gebe ich nicht auf!


