Jereimnis: Schnee

Es war Winter, die Wolken verbargen den Tag,
und wie’s häufig so ist gab’s bald Niederschlag.


„Hurra, ich darf Schnee sein!“, frohlockte der Regen.
Es kam ihm die Jahreszeit ziemlich entgegen.

„Ich fall‘ nicht nur runter, ich lasse mich treiben
und kann nach der Landung still liegenbleiben.“

Schwebend sah er von oben fast nur weiße Massen,
und er konnte so recht noch sein Glück gar nicht fassen.

Doch zum Schluss kam es anders: wo er aufkam lag Salz.
So kann’s gehen im Leben. Mit viel Pech jedenfalls.

Doch verzagte er nicht, denn ihm war vorher klar,
dass das Schneeflockendasein ein flüchtiges war.

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